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Raumluft an der Schule Thema im Gemeinderat

Seit Juli beschäftigen sich die Landespolitik und die kommunalen Schulträger sowie die Schulleitungen mit der Verbesserung der Raumluft in Schulräumen, insbesondere im Blick auf die Verbreitung von Krankheitserregern respektive Corona-Viren über die Atem- und damit die Raumluft.

Gebäude, die mit einer Gebäudelüftungsanlage ausgestattet sind, haben die optimalen Voraussetzungen für eine möglichst gute Atemluft auch im Blick auf Ansteckungsrisiken. Allerdings fehlen solche Anlagen oftmals in Schulgebäuden, da diese Technik im vorigen Jahrhundert noch nicht verbreitet war, die Schulgebäude aber meist keine Neubauten sind. Hierzu wäre die Anschaffung mobiler Geräte, die in den Unterrichts- und Aufenthaltsräumen aufgestellt werden und zumindest für eine „Luftwäsche“ sorgen würden, eine Alternative.

Über die Sinnhaftigkeit von solchen mobilen Geräten zur Aufbereitung der Raumluft gibt es viele gegensätzliche Auffassungen, denn schon das bloße Lüften ist besser als nur eine Reinigung der im Raum vorhandenen Luft – und vor allem: das Lüften über Fenster muss wegen dem weniger werdenden Sauerstoffgehalt genauso weiterhin erfolgen. Letzten Endes folgte die Politik wissenschaftlichen Studien und stellte in einer ersten Fördertranche Gelder für die Anschaffung von Luftreinigern für Räume, für die es keine oder nur mangelnde Lüftungsmöglichkeit gibt, zur Verfügung.

Bereits zu diesem Zeitpunkt hat die Stadtverwaltung mit der Schulleitung klären können, dass alle Räume der Schule, die regelmäßig genutzt werden, über ausreichende Lüftungsmöglichkeiten verfügen. Gleiches wurde auch für die Kindergärten mit dem gleichen Resultat überprüft. Mit entscheidend war zu dem Zeitpunkt zudem, dass mobile Raumluftreiniger sind nicht ganz günstig in der Anschaffung sind, Folgekosten durch regelmäßige Wartung, Prüfung sowie Energieverbrauch verursachen und letzten Endes störende Betriebsgeräusche haben – das waren die Gründe für die Entscheidung contra Raumluftreinigungsgeräte. In einer weiteren Fördertranche hätten nämlich  Kommunen auch dann noch Anträge für Räume mit ausreichenden Lüftungsmöglichkeiten für Luftreiniger stellen können, wenn aus der 1. Runde noch Gelder verbleiben.

In einer letzten Förderrunde können bei nicht ausgeschöpften Geldern aus der Landesförderung auch Raumluftmess-/Warngeräte - sogenannte CO2-Ampeln, die ein notwendiges Lüften anzeigen,  angeschafft werden. Solche Geräte kosten maximal 170 € und verursachen nur geringe Folgekosten.

Die Stadtverwaltung hat den Gemeinderäten vorgeschlagen, sich für die Anschaffung von 50 Geräten, also CO2-Ampeln für Schule und die örtlichen Kindergärten Mittel reservieren zu lassen. Erst wenn Fördermittel bewilligt werden, wird die Anschaffung erfolgen.

Einstimmig folgten die Stadträte diesem Beschlussvorschlag.

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