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Seniorenplan für den Landkreis Schwäbisch Hall wurde vorgestellt

In der Juni-Sitzung war Herr Martin Keller-Combé, Mitarbeiter beim Landratsamt Schwäbisch Hall, zu Gast, um den im Jahr 2020 erstellen Seniorenplan für den Landkreis Schrozberg vorzustellen und dem Gemeinderat aufzuzeigen, wo eine Kommune hier Handlungsmöglichkeiten hat. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wurden mit dem Seniorenplan der aktuelle Bestand und der künftige Bedarf dargestellt. Ausgehend von der aktuellen Versorgungssituation wurde der künftige Bedarf an Pflegeleistungen im Zeitraum bis 2030 ermittelt. Damit soll eine Grundlage für die zielgerichtete Weiterentwicklung der kommunalen Seniorenarbeit und Altenhilfe geschaffen werden. Im Jahr 2030 wird im Landkreis Schwäbisch Hall jeder vierte Person 65 Jahre oder älter sein. Mit Blick auf Schrozberg ergänzte er, dass es von 2019 – 2030 rund 250 neue 65-jährige Personen geben wird. Weiter werden ca. 40 Personen über 80 Jahre dazu kommen. Zunächst sprach Herr Keller-Combé den Bereich der professionellen Pflege an. Schrozberg ist hier schon sehr gut versorgt mit dem „Haus am Brühlpark“, der Tagespflegeeinrichtung „Am Schloss“ auf dem Gelände der ehemaligen Molkerei, den ambulanten Diensten der Diakoniestation Blaufelden und auch den in Schrozberg tätigen privaten Pflegediensten. Wenig Einfluss hat die Gemeinde auf ein solches Angebot. Da sich die meisten Seniorinnen und Senioren wünschen im eigenen Heim alt werden zu können, werden künftig vor allem viele kleine, barrierefreie Wohnungen benötigt. Die Stadt Schrozberg könnte z.B. Bauflächen für Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser bereitstellen wie ja bereits in der Albrecht-Dürer-Straße geschehen, geeignete Bauplätze für Mehrgenerationenhäuser ausweisen oder auch die Gründung von Senioren- oder Pflege-Wohngemeinschaften unterstützen. Auch die Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sprach Herr Keller-Combé an. Als nächsten wichtigen Punkt nannte er die sogenannte „Quartiersentwicklung“, gemeint ist damit ein soziales Miteinander vor Ort zu entwickeln. Er nannten hierfür verschiede Beispiele wie etwa Nachbarschaftshilfen oder Seniorenbusse und zeigten auch bereits realisierte Netzwerke aus anderen Kommunen. Solche Quartiersentwicklungsprozesse werden idealerweise von den Bürgern initiiert und von den Städten und Gemeinden moderiert und gesteuert. Nach einer etwa 30-minütige Vorstellung verabschiedete Bürgermeisterin Förderer Herrn Martin Keller-Combé aus der Sitzungsrunde und bedankte sich für seinen Vortrag.

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