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Schrozberger und Blaufeldener Standesamt arbeiten zukünftig im Vertretungsfall zusammen

Anlass für diese künftige interkommunale Zusammenarbeit im Personenstandswesen – also im Bereich des Standesamtes - war die in diesem Jahr fällige örtliche Prüfung durch das Landratsamt Schwäbisch Hall. Seit einer Reform im Jahr 2009 besteht eine Fortbildungspflicht für Standesbeamten und es wurden in diesem Zuge verschiedene „Berechtigungen“ eingeführt – angefangen beim Standesbeamten, dem Verhinderungsvertreter und Eheschließungsstandesbeamten. Zunächst bestand für die Verhinderungsvertreter und die Eheschließungsstandesbeamten keine Fortbildungspflicht. Dies hat sich nun geändert und ein Verhinderungsvertreter ist genauso wie die Standesbeamten verpflichtet, zu regelmäßigen Fortbildungen zu gehen, welche sowohl zeit- als auch kostenintensiv sind. Sylvia Köhnlein ist die im Rathaus zuständige Mitarbeiterin und auch die einzige Standesbeamtin, die die regelmäßigen Fortbildungen besucht. Die Tatsache, dass die weiteren Standesbeamten diese notwendigen Fortbildungen nicht besuchen, wurde bei der örtlichen Prüfung beanstandet und nun sind die Bestellungen der bisherigen Standesbeamten zum Teil zu widerrufen und zum Teil in die Bestellung zum Eheschließungsstandesbeamten „umzuwandeln“. Eine Vertretung im Bereich des Personenstandswesens wäre daher zukünftig nicht gewährleistet. Bürgermeisterin Förderer ging deshalb auf ihre Kollegin Bürgermeisterin Weber in Blaufelden zu, um hier gemeinsam eine Lösung zu finden. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag über die Übertragung der Aufgaben des Personenstandswesens im Vertretungsfall wurde nun in der Sitzung vom 04.10.2018 dem Gremium vorgestellt und einstimmig beschlossen. Dies bedeutet, dass zukünftig nur im Vertretungsfall wie beispielsweise bei Krankheit oder Urlaub, die Blaufeldener Standesbeamtin Iris Dobrautz, welche in der Sitzung anwesend war, in Schrozberg unaufschiebbare Dinge – hier handelt es sich vorwiegend um Sterbefälle – beurkunden darf. Im Gegenzug wird auch Sylvia Köhnlein in Blaufelden einspringen können. Einige Fragen und Rückmeldungen zum Thema konnten durch Bürgermeisterin Förderer und die Standesbeamtin Sylvia Köhnlein beantwortet werden. Nun muss noch der Blaufeldener Gemeinderat in seiner Sitzung vom 15.10.2018 über dieses Thema beraten und beschließen, dann steht einer zukünftigen „Personalleihe“ zwischen Schrozberg und Blaufelden ab Ende des Monats nichts mehr entgegen.