Slide background

Was kann eine Gemeinde für den Klimaschutz tun?

Diese Frage beantwortete in der vergangenen Sitzung Herr Heinz Kastenholz, Projektleiter im energieZENTRUM in Wolpertshausen. Bürgermeisterin Förderer betonte schon bei ihren einführenden Worten, dass Kommunen hier eine Vorbildfunktion haben. Nur eine Kommune, welche sich für den Klimaschutz einsetzt, kann auch die Bürger und die lokalen Unternehmen zu klimafreundlichem Verhalten motivieren. Heinz Kastenholz zeigte anhand einer Präsentation, welche eindeutigen Zeichen es für den vom Menschen verursachten Klimawandel und verwies auf die globale Erderwärmung. Außerdem machte er mit einer Grafikdeutlich, wie schnell fossile Energien zur Neige gehen werden. Klimaschutz ist vordringlich die Vermeidung von Treibhausgasen, also CO²-Ausstoß. Heinz Kastenholz nennt dazu drei Bereiche, bei der die Emissionen von Menschenhand verursacht und damit aber auch beeinflusst werden können: Durch Verkehr, durch Konsum – hier nannte er beispielsweise die Erdbeeren im deutschen Einzelhandel im Winter -, aber auch durch Unterlassungen, wie etwa einfache tägliche Dinge die wir berücksichtigen könnten – Licht aus! Raumtemperatur runter!. Weiter kann sich die Nutzung erneuerbarer Energien oder die Gebäudesanierung positiv auswirken . Im Moment beträgt die tägliche CO²-pro-Kopf-Emission 30 kg, 5 kg sollten es eigentlich nur sein.

Angebote schaffen, Vorbild sein, die Bürgerschaft motivieren und Klimaschutzmaßnahmen verpflichten einführen – diese Antwort hatte Heinz Kastenholz auf die gestellte Frage, was eine Gemeinde für den Klimaschutz tun kann. Angebote schaffen zu Beratungsmöglichkeiten – hier wird in Schrozberg – wie auch im Mitteilungsblatt vom 26.10.2018 - auf die kostenlose Energieberatung durch das energieZENTRUM in Blaufelden hingewiesen. Dabei werden alle Interessierten kostenlos und völlig neutral zu den Fragen rund um den Neubau eines Hauses oder die energetische Sanierung von Immobilien beraten. Bei dem Punkt „Vorbild sein“ berichtete Heinz Kastenholz von unterschiedlich umfangreichen Möglichkeiten einer Kommune, selbst aktiv Klimaschutz zu betreiben. Als ersten Schritt mit überschaubaren Kosten nannte er hier eine Einstiegsberatung „Kommunaler Klimaschutz“. Umfangreicher, kosten- und zeitintensiver hingegen wäre ein Klimaschutzkonzept. Hohe Energieeffizienzstandards anzustreben bei künftigen Gebäudesanierungen empfahl der Projektleiter den Kommunalpolitikern bei anstehenden Baumaßnahmen. Um die Bürgerschaft zu motivieren verwies Heinz Kastenholz auf die Möglichkeitzur Auflegung Kommunaler Förderprogramme, z.B. zur Nutzung erneuerbarer Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Nutzungssteigerung des ÖPNV – dass gerade dieser Punkt in unserer ländlichen Gegend nicht einfach umzusetzen ist, konnte auch der Projektleiter aus eigener Erfahrung bestätigen. Verpflichtende Klimaschutzmaßnahmen könnten Bauherren auferlegt werden, wie beispielsweise in Form einer Zisternenpflicht oder die Vorgabe zur Nutzungspflicht von erneuerbaren Energien bei einem Neubau.

Nach seinem Vortrag stand Heinz Kastenholz den Räten noch für Fragen zur Verfügung. Am Ende des Tagesordnungspunktes einigte man sich darauf, dieses Thema nicht aus den Augen zu lassen und Heinz Kastenholz wurde darum gebeten, ein Angebot zur Einstiegsberatung für den kommunalen Klimaschutz auszuarbeiten – deshalb wird dieser Tagesordnungspunkt bestimmt bald wieder auf der Tagesordnung der Gemeinderäte stehen.

Um das Nutzererlebnis auf unserer Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung. EINVERSTANDEN Ich lehne dies ab.