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Verwaltung bringt erstmals doppischen Haushalt ein

Im November des letzten Jahres fanden sich die Gemeinderäte, aber auch Mitarbeiter der Verwaltung zusammen, um sich mit der Umstellung des Haushaltsrechtes zu beschäftigen. In der vergangenen Sitzung konnte nun Stadtkämmerin Carmen Kloß den anwesenden Räten den ersten Haushalt nach Einführung des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens präsentieren. Ein umfangreiches Zahlenwerk lag auf den Tischen bereit. Bürgermeisterin Förderer erläuterte die erstmalige Darstellung in Ergebnishaushalt, welcher in etwa mit dem früheren Verwaltungshaushalt vergleichbar ist und über welchen der laufende Betrieb abgewickelt wird und den Finanzhaushalt, welcher dem früheren Vermögenshaushalt entspricht. Über diesen werden die Investitionen abgebildet. Erstmals sind auch Abschreibung zu erwirtschaften, im Jahr 2020 ca. 1,77 Millionen €. Berücksichtigt wurden hierbei bereits die Mensa, der Lesetreff und das Freibad. Das Haushaltsvolumen liegt etwa bei rund 22 Millionen €. Die Stadt Schrozberg steht vor großen kommunalen Aufgaben. Hier gilt zu erwähnen die Breitbandversorgung, die Kinderbetreuung und auch der Begriff „Feuerwehr“ fiel immer wieder in den Ausführungen von Stadtkämmerin Carmen Kloß. Die schlechte Nachricht an diesem Abend, der eigentliche Ressourcenverbrauch wird 2020 nicht erwirtschaftet werden. Hier ist die Rede von etwa minus 415.000 €. Zu bedenken ist außerdem, dass große Maßnahmen wie die Flurneuordnung Spielbach oder der geplante Hochwasserschutz in Zell noch nicht bezifferbar und somit nicht abgebildet sind. Als gute Nachricht durften Stadtkämmerin Kloß und Bürgermeisterin Förderer überbringen, dass es sich mit einem Schuldenstand zum 31.12.2019 mit voraussichtlich 470 € pro Einwohner um den niedrigsten Wert seit 25 Jahren handelt.

In der nächsten Sitzung am 04.03.2020 stehen nun die Stellungnahmen der vier Fraktionen an, möglich wäre es auch hier gleich einen Beschluss zu fassen – alternativ in der Gemeinderatssitzung vom 26.03.2020.