Slide background

Neuer Revierleiter Udo Hauber berichtet über die Waldsituation

In der zweiten Sitzung des Gemeinderats in der Schrozberger Stadthalle, welche dort stattfand um die derzeit geltenden besonderen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können, war der neue, für den Schrozberger Stadt- und Privatwald zuständige Revierleiter Udo Hauber zu Gast. Im Zuge der zum 01.01.2020 in Kraft getretenen Forstreform wurden die Flächen des Forstreviers Schrozberg dem Forstrevier Blaufelden zugeschlagen und werden somit zukünftig von Udo Hauber betreut. Unbekannt sind ihm die Schrozberger Wälder nicht, war er doch bereits bis vor 15 Jahren der zuständige Förster für Schrozberg. Den durchgeführten Einschlag im Jahr 2019 bei der Holzernte von knapp 300 Festmeter nannte der Fachmann normal. Nicht normal war allerdings dabei, dass davon nur rund 40 % planmäßig waren. Rund 2/3 des Einschlags ist zurückzuführen auf Dürre, Insekten- und Pilzschäden. Udo Hauber befürchtet, dass die Entwicklung auch im nächsten Jahr nicht besser, sogar vielleicht noch schlimmer aussehen werde. Für die Zukunft der Esche aufgrund Pilzschäden sieht er kaum noch Hoffnung. Auch der Borkenkäfer war Thema in seinen Ausführungen. Hier sprach er von großen Problemen bei liegendem Fichten-Sturmholz. Aber auch die Dürre-Schäden nehmen zu, so gab es zwar Niederschläge im Winter, diese waren aber nicht ausreichend um auch den Boden in mehr als einer Meter Tiefe zu versorgen. Als weitere Maßnahmen berichtete Udo Hauber von Pflanzungen im Geistholz, von Kultursicherung und Jungbestandspflege. Schwerpunkt allerdings, so der Fachmann, war aufgrund der Trockenheit und den Waldschäden die Verkehrssicherungsmaßnahmen, die mehrfach im Lauf des Jahres mit entsprechend hohen Kosten durchgeführt werden mussten. Anschließend stellte Revierförster Hauber die Zahlen des Jahresabschlusses 2019 vor. Wesentlich höhere Einnahmen von rund 24.000 € stehen hier Ausgaben von rund 23.000 € gegenüber. Dies liegt u.a. daran, dass im Jahr 2019 viel Holz aus 2018 verkauft wurde und damals die Holzpreise noch gut waren. Die hohen Ausgaben begründete Udo Hauber mit den hohen Aufarbeitungskosten, die aufgrund des Anfalls an Schadholz angefallen sind.

Bevor Udo Hauber aus der Runde verabschiedet wurde, beantwortete er weitere Fragen der Gemeinderäte. Deutlich wurde dabei, dass die Situation im Wald derzeit alles andere als einfach ist, bedingt durch Dürre, Insekten- und Pilzschäden. Allerdings, so der Fachmann, sei man im Schrozberger Stadtwald durch die gute Mischung zum Glück noch gut aufgestellt.