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Kindergartenbedarfsplanung abgeschlossen und Baubeschluss für den Neubau der Kinderkrippe gefasst

Ein besonderes Jahr – auch in Sachen Kindergarten liegt hinter uns und dies hatte auch Auswirkungen auf die jährlich stattfindende Kindergartenbedarfsplanung. Ende Juni erst wurde etwas klar, wie es mit dem Kindergartenbetrieb weitergehen wird. Ein weiterer Grund für die Verspätung der Planungen, so Hauptamtsleiter Helmut Hüttner war die Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes. Demnach müssen Kommunen ab 2020 die Einrichtungsleitung zwingend freistellen. Bei einer eingruppigen Einrichtung beträgt die Leitungszeit 6 Stunden pro Woche, pro weiterer Gruppe kommen weitere 2 Stunden dazu. Hierdurch entsteht zwangsläufig personeller Mehraufwand, da während der Freistellung die Mitarbeiterin nicht in der Gruppenarbeit eingesetzt werden kann. Bereits im Juli fanden mehrere Gespräche auch mit den unterschiedlichen in Schrozberg vorhandenen Trägern statt, um hier in allen Kindergärten diese Umsetzung gleich zu halten. Der Gesetzgeber räumt hier den Kindergartenträgern eine Übergangsfirst bis 31.08.2021 ein. Ab diesem Zeitpunkt muss die personelle Anpassung für die Leitungsfreistellung erfolgt sein. Auch die Änderung des zukünftigen Stichtags bei der Einschulung schlägt sich auf die Planung nieder. Hauptamtsleiter Helmut Hüttner sprach bei seinen Ausführungen dann nicht mehr unbedingt von einer Bedarfsplanung – denn, so viel ist klar, in Schrozberg und den Teilorten ist das Angebot der Kindergärten komplett „ausgereizt“. Wie schnell dies gehen kann zeigte er am Beispiel des städtischen Kindergartens Bartenstein-Ettenhausen auf, vor den Sommerferien galt die bisher genehmigte Gruppe mit max. 25 Kindern noch als ausreichend, durch Zuzüge und der Anmeldung von vier Kindern muss nun eine beantragte Mehrbelegung ab Oktober durch den KVJS genehmigt werden.

Im städtischen Kindergarten Leuzendorf bleibt es weiter bei den genehmigten drei Gruppen. Eine Gruppe davon läuft als Kleingruppe, welche insbesondere die Kinder unter drei Jahren betreut. Mit dem Neubau der Kinderkrippe in Schrozberg sollen diese Kinder dann ausschließlich dort betreut werden, wodurch sich die Situation in Leuzendorf sicherlich entspannen könnte. Durch immer wieder auftretende Platzengpässe wurde bereits überlegt, ob künftig die Aufnahme von Kindern aus dem bayrischen Grenzgebiet abgelehnt werden soll.  Im Rahmen einer Besprechung zur Kindergartenbedarfsplanung wurde sich zunächst darauf geeinigt, hier auf Kommunen im bayrischen Grenzgebiet zuzugehen wegen einer möglichen finanziellen Beteiligung.

Das vorhandene Platzangebot im Schrozberger Einzugsgebiet wird nicht ausreichen und ist ausgereizt. Der Evangelische Kindergarten wird mit 3 Gruppen und einer maximalen Kinderzahl von 59 Kindern betrieben werden, im Katholischen Kindergarten finden maximal 36 Kinder in zwei Gruppen Platz und der städtische Kindergarten bietet 45 Betreuungsplätze in zwei Gruppen, sowie eine Kinderkrippengruppe mit maximal zehn Kindern. Weiter stellt die Interimsgruppe „Rappelkiste“ 22 Kindern in einer Gruppe Platz zur Verfügung. 172 Kindergartenplätze sind es so in der Summe und am Ende stelle Hauptamtsleiter Helmut Hüttner fest, dass derzeit 27 Kinder auf Wartelisten stehen. Das größte Problem hierbei ist, dass für Kinder unter drei Jahren zwei Plätze angerechnet werden und damit die tatsächlich belegbare Platzzahl sinkt. Eine Entspannung dieser Situation ist erst mit dem Neubau und der Inbetriebnahme der Kinderkrippe in Sicht.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat der Kindergartenbedarfsplan für das Kindergartenjahr 2020/2021 und ermächtigte auch die Verwaltung, den personellen Mehrbedarf wegen der Leitungsaufgaben entsprechend zu besetzen. Gleich im nächsten Tagesordnungspunkt stimmt dann das Gremium dem Bau der Krippe zu, die Planungen dazu hatte der Planer Michael Fleck bereits in der Juli-Sitzung dem Gremium präsentiert. Mitte August folgte dann auch der positive Zuwendungsbescheid aus dem Ausgleichstock über rund 870.000 €. Nun wird auch die Baugenehmigung durch das Baurechtsamt gewartet.

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