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Bauplatzvergabe und Reihenfolge der Entwicklung der Baugebiete

Ein Thema – nämlich das Bauen sorgte diese Jahr bereits des Öfteren für Diskussionen im Schrozberger Gremium. Im Juli wurde zuletzt darüber diskutiert, wie die zukünftige Verfahrensweise bei der Vergabe von Bauplätze erfolgen soll. Der Gemeinderat sprach sich damals gegen eine Vergabe mit sogenannten Bewertungskriterien aus, sondern plädierte für das bisher praktizierte „Windhundverfahren“. Nun standen hierzu Beschlüsse an, nämlich auch dieser, dass Bauplatzpreise zukünftig deutlich nach oben korrigiert werden sollen, interessierte Bauherren die Bauplätze weiter kostenlos reservieren können und dies auch einmal verlängert werden kann und zu guter Letzt, dass ein Verbot von Steingärten im Bebauungsplan aufgenommen werden soll.

Bürgermeisterin Förderer wies gleich zu Beginn der Diskussionsrunde darauf hin, dass für den jetzt anstehende 3. Bauabschnitt Brühl-Nord mit 19 Plätzen bereits 21 Interessenten da sind. Dies bedeutet, kurz nach Erschließung wird auch dieser Bauabschnitt belegt sein. Wenn Bauplätze weiterhin solch reißenden Absatz finden, wird auch das im Flächennutzungsplan vorgesehen Gebiet „Im Wurzgarten“ mit rund 40 Plätzen innerhalb von kürzester Zeit voll sein. Weitere Flächen sind im Moment in diesem Plan nicht vorgesehene und auch die Frage nach geeigneten Flächen im Eigentum der Stadt Schrozberg stellt sich hier.

Gleich nach Beginn der Redebeiträge wurde klar, zumindest das Einbringen und die Diskussion über einen mögliche Bewertungskriterien soll nun doch stattfinden, orientiert an den Vorgaben des Gemeindetages um hier eine gewisse Rechtssicherheit zu erlangen. Dies ist bereits für die nächste Sitzung vorgesehen. Einige Kommentare zu einem möglichen Verbot von Steingärten zeigten hier die durchgängig einheitliche Meinung des Gemeinderates, allerdings stellt sich dann auch die Frage nach der konkreten Abgrenzung wann gilt ein Garten als Steingarten, aber auch die Frage nach einer Kontrolle der Einhaltung. Einstimmig dafür war trotzdem der Beschluss, genau wie für das Anheben der Bauplatzpreise und die Reservierung ohne Pfand und mit der Möglichkeit einer einmaligen Verlängerung.

Der nächste Tagesordnungspunkt beschäftigte sich dann mit der Reihenfolge der Entwicklung der Baugebiete. Auf dem Vorschlag der Verwaltung stand an erster Stelle der 3. Bauabschnitt „Brühl-Nord“ – hierfür wurden gleich in einem der folgenden Tagesordnungspunkte der Planungsauftrag für diesen letzten Bauabschnitt einstimmig das Büro IPE aus Schwäbisch Hall vergeben.  Weiter steht die Erweiteurng des Gewerbegebietes in Schrozberg an, auch hierfür wurde im nachfolgenden Verlauf erste Beschlüsse gefasst. Auch Bartenstein soll weitere Bauplätze erhalten, ein bisher vorgesehenes Gewerbegebiet soll hier für Wohnbaufläche um genutzt werden. Eine Anfrage für Gewerbefläche in Bartenstein allerdings hat zur Folge, hier ein anderes, im Flächennutzungsplan als solch ein Gewerbegebiet ausgewiesen Bereich dieser Nutzung nun zuzuführen, der Bebauungsplan und die Erschließung stehen an Platz 4. Schmalfelden und einer Erweiterung des Baugebietes stehen an Platz 5, ein mögliches Baugebiet „Im Wurzgarten“, eine Erweiterung in Riedbach und Leuzendorf folgen.

Die Frage nach einem konkreten Zeitplan dazu konnte allerdings nicht beantwortet werden, sowohl aus personellen als auch finanziellen Gründen. Auch das Thema „Leerstand“ wurde wieder aufgegriffen mit der Bitte, dies nicht aus den Augen zu verlieren.

Einstimmig mit einer Enthaltung fiel dann der Beschluss für die von der Verwaltung vorgeschlagene Reihenfolge.

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