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Finanzielle Entwicklung der Stadt Schrozberg im laufenden Haushaltsjahr

Einen solchen Ausblick wagte in der vergangen Sitzung Stadtkämmerin Carmen Kloß immer mit dem Hinweis, wie schnelllebig die Zeit im Moment einfach sei. Zum Zeitpunkt der Mai-Steuerschätzung hatte man noch mit rund 1,3 Millionen € geringeren „Netto-Einnahmen“ aus allgemeinen Zuweisungen und Gewerbesteuereinahmen ausgehen müssen. Zwischenzeitlich hat sich diese Lage im laufenden Jahr doch deutlich verbessert. Die Einnahmeeinbrüche im Bereich der Steuer und Zuwendungen fallen im Jahr 2020, Stand 15.10.2020 nicht ganz so drastisch aus, wie noch im Juni angenommen wurde. Dies liegt auch an der positiven Entwicklung der Steuereinnahmen. Der Bund und das Land haben sich bereiterklärt, so die Stadtkämmerin einen einmaligen „Kompensationsbetrag“ der prognostizierten Gewerbesteuerrückgänge 2020 zu erstatten. Als Verteilungsmaßstab sollen hier die Gewerbesteuereinnahmen der Jahre 2017 bis 2019 zugrunde gelegt werden. Hier geht man laut ersten vorläufigen Berechnungen von einem Betrag von mehreren Hunderttausend Euro aus. Weiter erwähnte Stadtkämmerin Carmen Kloß z.B. noch Wenigererträge bei den Benutzungsgebühren und Mehraufwendungen im Bereich der Klärschlammentsorgung. Auch der schon weit vorangeschrittene Breitbandausbau verursacht natürlich hohe Kosten. Bis zum Jahresende werden hier noch einigen Rechnungen der Baufirma eingehen. Der Abruf der Bundesmittel gestaltet sich wiederum als schwierig und langwierig, Stadtkämmerin Kloß kündigte deshalb an, es könne durchaus sein, dass man eventuell auf die noch nicht in Anspruch genommene Kreditermächtigung aus dem Jahr 2019 in Höhe von 1.178.000 € zurückgreifen muss. Die Kreditermächtigung für das Jahr 2020 wurde zwischenzeitlich schon in Anspruch genommen.

Zum Schuldenstand gab Stadtkämmerin Carmen Kloß dem Gremium folgenden Zahlen weiter: Dieser Stand belief sich Anfang 2020 auf 2.316.000 €, ohne Inanspruchnahme der Kreditermächtigung aus dem Jahr 2019 würde der Schuldenstand Ende 2020 rund 3,13 Millionen € betragen, dies würde ein Schuldenstand pro Einwohner von 539 € bedeuten.

Bei dem sich dann anschließenden Ausblick auf die Haushaltsjahre 2021 auf 2024 wies Stadtkämmerin Carmen Kloß nochmals darauf hin, dass die Auswirkungen der Pandemie noch nicht exakt beziffert werden könne. 

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