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Einbringung des Haushalts 2021

Auf dem Tisch der Gemeinderäte lag bei der Sitzung am 11.02.2021 der 433 Seiten starke Haushaltsplan 2021 einschließlich des Wirtschaftsplans 2021 der Wasserversorgung Schrozberg. Bürgermeisterin Förderer sprach auch aufgrund der aktuellen Lage von einer besonderen Herausforderung bei der Erstellung des diesjährigen Haushaltsplans. Durch die Pandemie hat sich das Leben aller dramatisch verändert und alles, sowohl das öffentliche als auch das private Leben wird auf eine harte Probe gestellt. Der diesjährige Haushaltsplan orientiert sich deshalb an der Machbarkeit. Dies bedeutet, er unterscheidet das Machbare vom Wünschenswerten und konzentriert sich an den bereits begonnen bzw. beschlossen Maßnahmen. Bürgermeisterin Förderer berichtete, dass alle Ansätze auf deren Notwendigkeit geprüft wurden und Investitionen, sofern möglich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde. Dies wird auch die Haushaltspolitik der nächsten Zeit bestimmen wenn es um künftige Investitionen gehen wird. Aber, in einer Flächengemeinde wie Schrozberg darf die Infrastruktur nicht aus dem Auge verloren werden und vor allem, die Corona-Krise darf trotz allem nicht zum Stillstand in Schrozberg führen. Bürgermeisterin Förderer erinnerte daran, dass nun lange Zeit – nämlich acht Jahre - keine Kreditaufnahmen notwendig waren und Schulden abgebaut werden konnten. Erst im Jahr 2020 musste nun wieder Geld aufgenommen werden.

Ein Minus im ordentlichen Ergebnis war durch die großen Investitionen in den vergangenen Jahren zu erwarten. Dies auch wegen der Tatsache, dass nun im doppischen Haushalt Abschreibungen erwirtschaftet werden müssen. Auch die derzeitigen Einschränken und der Lockdown wirken sich auf die Einnahmeseite aus. Im Blick auf die Höhe der Investitionen ist der diesjährige Haushalt ein absoluter Rekordhaushalt, welche die Stadt Schrozberg nicht nur vor finanzielle große Herausforderungen stellen wird. Mit einem Haushaltsvolumen von 27 Millionen € ist dieses so groß wie noch nie. Rund 11 Millionen € Investitionen sind im Jahr 2021 geplant. Auch die Aufnahme von 3 Millionen € an Krediten ist zu finden, im Gegensatz dazu eine Tilgung von rund 345.900 €. Zum 31.12.2021 liegt der Schuldenstand voraussichtlich bei 5,8 Millionen €, dies entspricht einer pro Kopf-Verschuldung von 1.004 €.

Am Ende steht ein ordentliches Ergebnis von – 1,2 Millionen €. Bürgermeisterin Förderer berichtete, das alle Haushaltsansätze zurückhalten kalkuliert wurden, auch bei den Einnahmen um hier hoffentlich keine böse Überraschung zu erleben. Die bisher angestoßenen Projekte sind zukunftsorientiert und bringen die Gemeinde voran. Ein großer Dank und ein Lob für deren Einsatz und Arbeit gingen an Kämmerin Carmen Kloß und ihre Mitarbeiterinnen im Rathaus.

Stadtkämmerin Kloß ging anschließend auf die wichtigsten Positionen und Eckpunkte des Haushaltsplanes ein. Für die nächste Sitzung am 24.02.2021 ist nun die Stellungnahmen der vier Fraktionen vorgesehen, möglich wäre es auch hier gleich einen Beschluss zu fassen – alternativ in der Gemeinderatssitzung vom 25.03.2021.