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Bebauung in der „Albrecht-Dürer-Straße“ weiter auf den Weg gebracht

Notwendig für die Erteilung einer Baugenehmigung ist in diesem Fall ein vorhabenbezogener Bebauungsplan. Der Aufstellungsbeschluss hierfür wurde bereits im März 2020 gefasst, vom 06.11.2020 bis zum 16.12.2020 wurde dieser öffentlich ausgelegt. Die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit waren nun Thema im Gemeinderat. Gast hierzu war Herr Hofman vom Büro Käser Ingenieure, um die relevantesten Inhalte der Anregungen und die dazugehörigen Stellungnahmen vorzustellen und zu erläutern. Hier ging es u.a. um eine Anregung des Bauernverbandes Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V., in welcher darum gebeten wurde, für Ausgleichsmaßnahmen für diese Bebauung nicht zusätzliche wertvolle landwirtschaftliche Flächen in Anspruch zu nehmen. Allerdings, so der Fachmann, ist bei einem solchen Bebauungsplan der Innenentwicklung kein naturschutzrechtlicher Ausgleich notwendig. Die Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde und auch des Umweltzentrums Schwäbisch Hall, die artenschutzrechtliche Relevanzprüfung sei unzureichend konnte Herr Hofmann widerlegen. Eine Umweltplanerin war mit der Einschätzung der Wiese betraut und stellte fest, dass aus gutachtlicher Sicht keine weitere Untersuchung notwendig sei. Weiter wurde von Privatpersonen Bedenken geäußert, das vorhandene Kanalsystem könnte nicht ausreichend sein. Dieses Anliegen wurde an das für den Allgemeinen Kanalisationsplan, kurz AKP der Stadt Schrozberg zuständige Planungsbüro weitergeleitet. Eine hydraulische Berechnung des Kanalnetzes ergab, dass nicht mit einem Überstau zu rechnen ist. Weiterer Diskussionspunkt war ein Spielplatz in diesem Bereich. Hier wurde von Seiten des Gemeinderates ein Spielplatz gefordert, allerdings gibt es in der Nähe bereits einen kleinen Spielplatz und ein weiterer Standort ist nach Aussage der Verwaltung nicht realisierbar. Daher sieht die Stellungnahme vor, dass es Aufgabe des Vorhabenträgers ist einen Spielplatz auf dem Baugrundstück zu berücksichtigen. Die genaue Lage wäre im Baugenehmigungsverfahren festzulegen. Und in genau diesem Verfahren wären auch weitere Besucher-Stellplätze auszuweisen, zusätzlich zu dem vorgeschrieben Stellplatzschlüssel von 1,5 je Wohneinheit. Nach einer rund 15-minütigen Beratung wurde sich mehrheitlich für den Beschlussvorschlag der Verwaltung ausgesprochen und dieser vorhabenbezogene Bebauungsplan als Satzung beschlossen.